Dimitri Verhulst – Der Bibliothekar, der lieber dement war…

Ursel. Natürlich bin ich auf diesen Titel gesprungen. Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau. Wegen des Berufs, nicht wegen der Länge und auch nicht unbedingt wegen der Demenz. 

roman urselDer flämische Autor ist 1972 geboren, also noch jung. Sein Protagonist und Ich-Erzähler im Buch ist Désiré Cordier, 74. Verhulst schreibt sarkastisch, humorvoll, erfrischend und manchmal zynisch. Mit seinem Thema macht er nachdenklich. Es gibt eine Ehefrau, die wahrlich nicht wie bei Ephraim Kishon die beste von allen ist  Auch die Kinder erscheinen unbarmherzig, als sie die Demenz des Vaters erleben. Wozu ihn besuchen, er erkennt sie ja nicht mehr. Den Kick an der Geschichte verrate ich im Audio.

Auf Seite 44 denkt der Bibliothekar Désiré über sein Gedächtnis nach, das in den Zeiten von Karteikästen und riesigen Computern eine besondere Funktion hatte, er war „auf die biologisch abbaubare Datenbank zwischen den Ohren angewiesen“ schreibt Verhulst. Von Elefantengedächtnis und von enzyklopädischem Wissen ist die Rede, aber in den alltäglichen Belangen herrscht Zerstreutheit.

Noch ein kurzer Hinweis: Das Buch hat 140 Seiten und kostet 12,99 €


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