Paula McLain – Madame Hemingway

Ursel. Hadley Richardson hat dieses Buch verdient, wenn die Geschichte so verlaufen ist, wie Paula McLain sie geschrieben hat.

Von Ernest Hemingway weiß die Welt bereits genug, aber Hadley blieb eher unbekannt. Dabei war sie es, die ihm das Fundament für seinen späteren Erfolg gab.

Hadley ist bereits 28 als sie den 21jährigen Hemingway kennenlernt, der von jungen smarten Damen umringt wird, die man in den zwanziger Jahren flapper nannte, sie fühlt sich eher als „viktorianisches Überbleibsel“. Sie verlieben sich und heiraten. Hadley ist bereit alles zu tun um ihm sein Leben und seine Arbeit so angenehm wie möglich zu machen. Sie unterstützt seine Pläne, sie geht mit ihm nach Paris, er nimmt sich ein Zimmer um zu schreiben und läßt sie allein mit dem kleinen Sohn. Sie leidet unter seiner Abwesenheit, aber sie unterstützt ihn weiter. Sie begleitet ihn auf Reisen. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich mitteile, dass in ein paar Jahren alles zu Ende war, denn Ernest Hemingway hat es immerhin zu vier Ehefrauen gebracht. Aber mehr sage ich dann doch lieber nicht. Jedenfalls habe ich beim Lesen des Buches ein großes Mitgefühl für die erste Gefährtin Hemingways entwickelt. Die Schriftstellerin Paula McLain ist 1965 geboren.Bewundernswert, wie sie sich in die Materie eingefühlt hat.

Der Verlag Random House hat für die amerikanische Originalausgabe eine besonders schöne Website gemacht, die ich für mein kleines Video benutzt habe.

Berichtigung: Im Screencast habe ich leider ein Urlaubsfoto nach Österreich verlegt, es steht aber genau drunter: es war in Chamby in der Schweiz.

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Ein Gedanke zu „Paula McLain – Madame Hemingway

  1. Mich hat folgender comment von A n n e erreicht, vielen Dank dafür (ich werde auch noch einmal einen Hemingway lesen und prüfen, wie ich heute zu ihm stehe):Ich habe meine „Hemingway-Phase“ beendet und wollte kurz meine Eindrücke schildern. Das heißt, dass ich nach der Lektüre von „Madame Hemingway“ meine Kenntnisse über den Autor H. auffrischen bzw. evtl. redigieren wollte. Auch war ich neugierig auf seine Sicht der Zeit in Paris und habe sein Buch „Paris – ein Fest für die Liebe“ gelesen. Dieses Buch soll erst viel später entstanden sein. Jedenfalls geht er erst zum Schluss auf seine Beziehung zu Hadley ein, zwischen den Zeilen hatte ich auch den Eindruck, dass er die Ménage à trois genossen hat und das als „normal“ ansah. Um die Sache zu vertiefen, habe ich noch die Biografie „Die Frauen Hemingways“ von Bernice Kert gelesen und noch das TB „Shakespeare and Company – Ein Buchladen in Paris“ über die Buchhändlerin Silvia Beach, die sich wohl um die jungen in Paris lebenden amerikanischen Autoren kümmerte. Auch das war sehr informativ. Ich finde die Zeit insgesamt, in der die Handlung angesiedelt ist, sehr spannend.

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