Charlotte Link: Die Rosenzüchterin

Ann-Theres. Franca, eine junge Deutsche, verschlägt es nach Guernsey. Sie hat große psychische Probleme und findet Unterschlupf bei Beatrice, deren Sohn sie nach Francas Panikattacke im Haus seiner Mutter unterbringt. So lernt sie Beatrice und Helene kennen, die seit fast 50 Jahren das Haus gemeinsam bewohnen.

Als sie nach Hause zurückkehrt, beginnt sie einen Briefwechsel mit Beatrice und erfährt deren außergewöhnliche Geschichte.

Beatrice ist auf der Kanalinsel Guernsey in einem einsam gelegenen Anwesen aufgewachsen. Mitten im zweiten Weltkrieg wird sie als Zwölfjährige von ihren Eltern getrennt. Nun kümmert sich Erich Feldmann, einer der deutschen Besatzer, um das Mädchen. Bei ihm muss sie deutsch lernen, denn Erich glaubt noch an den Endsieg der Deutschen. Wie die Zwölfjährige in ihrer misslichen Situation zurechtkommt und sehr schnell erwachsen wird, kann man als Leser gut nachvollziehen.

Helene ist Erichs junge Frau und leidet unter ihrem herrschsüchtigen Mann. Schon bald verknüpft ein Bund aus Sympathie die junge Frau mit dem jungen Mädchen. Viel später fängt Beatrice an Helene zu hassen, aber dennoch ergeben sich Umstände, die beide Frauen bis ins hohe Alter zusammenleben lassen.

Durch den Briefwechsel mit Beatrice und der Entdeckung, dass ihr Mann sie betrügt, findet Franca endlich die Kraft sich aus ihrer Ehe zu lösen. Sie flieht nach Guernsey zu Beatrice.

Die Idylle auf der Insel trügt. Beatrice Sohn ist ein Trinker, der von einer jungen mannstollen Frau nicht loskommt.
Helene verbirgt über Jahrzehnte ein dunkles Geheimnis und der schwule Freund des Hauses, der ein begnadeter Koch ist – gerät in Komplizenschaft mit Verbrechern. Am Ende gibt es zwei Tote und Beatrice ist fassungslos, als sie erkennen muss, dass ihre große Liebe aus der Kriegszeit in diese Verbrechen verstrickt ist.

Ein Roman voller Spannung, der die Facetten menschlicher Beziehungen von allen Seiten beleuchtet. Liebe, Hass, Unterdrückung, Freiheit und sogar Mord wirbeln das Leben der Beteiligten durcheinander.

Leider ist der Schluss der Geschichte ein wenig flach geraten, nachdem die eigentliche Geschichte von Beatrice und Helene sehr spannend und anrührend erzählt worden ist.

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2 Gedanken zu „Charlotte Link: Die Rosenzüchterin

  1. Danke für die Rosenzüchterin, ich habe gerade die 43 Seiten Leseprobe genossen, da ist ganz schön was los in dem Buch. Und jetzt sollte ich natürlich noch die übrigen 550 Seiten lesen :-)http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=1&serviceAvailable=true&showpd…

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