Geistesblitze

Cam verhilft uns mit ihrem Hinweis zu einer anregenden Online-Lektüre: Zum 40. Geburtstag hat die Stuttgarter Verlagskooperation UTB das Jubiläums-E-Book „Geistesblitze“ zum kostenlosen Download auf ihrer Website zur Verfügung gestellt.


Das E-Book präsentiert eine Sammlung von Texten, die von Geschichte und Politik über Philosophie, Philologie und Pädagogik bis hin zu Management, Soziologie, Naturwissenschaften und Medizin reicht.

Das Angebot aus 40 Jahren  klingt anspruchsvoll, die Texte sind laut Verlag aber jeweils für sich verständlich und richten sich auch an Menschen, die nicht vom Fach sind. Neben Klassikern wie Karl Popper oder Pierre Bourdieu stehen aktuelle Wissenschaftsautoren wie Konrad Paul Liessmann oder Arist von Schlippe. Zu den weitgefächerten Themen gehören u.a. Geschichte des Unterrichts, Römische Rechtsgeschichte, Von Lust und Frust der Lektüre, Auf der Suche nach Leben im All, English and American Literature bis hin zur Technik- und Wissenschaftsentwicklung.

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Ein Gedanke zu „Geistesblitze

  1. Für diesen Blog ist das Buch trotz wissenschaftlichen Schwergewichts gut geeignet, allein schon durch den Text von Jochen Vogt: Von Lust und Frust der Lektüre. Absolut lesenswert. Außerdem habe ich das umfangreiche E-Book durchstreift und sehr verführerische und interessante Sachen gesehen, noch nicht gelesen, denn um 349 Seiten zu durcheilen, brauche ich eine Weile. Die UTB-Leute haben das sehr gut gemacht, zuerst wird das Buch kurz gezeigt, aus dem der Text entnommen ist und dann erst folgt das angebotene Kapitel. Aus Pierre Bourdieu: Das Elend der Welt stammt der Text von Remi Lenoir über einen Richter. Das ist richtig lebhaft geschrieben und beinhaltet noch ein Interview mit einem Richter und seine persönlichsten Empfindungen. Der Text über Technik und Wissenschaftsentwicklung hat tolle Datenüberblicke. Den elektrischen Toaster gibt es bereits seit 1909, das wusste ich zum Beispiel nicht. Faszinierend ein Kapitel über Kolonialwarenimporte, die Kartoffel findet ihren Weg in die deutsche Küche, ich wusste auch nicht, dass die Kamelie aus Asien kommt und nach einem mährischen Jesuiten benannt wurde. Sie sollte eigentlich Tee bringen, „wurde dann aber zu einer europäischen Kultblume und zu einer wahren Oberschichtsobsession“. Mit meinen Anmerkungen will ich neugierig machen und mich selbst davon überzeugen, dass auch lebhafte „Sach“-bücher in diesem Blog einen Platz finden können.

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