Männer lesen Zeitung, Frauen Romane?

Ursel. Na ja, so stimmt das natürlich nicht mehrheitlich. Und auch Hannelore Schlaffer drückt es etwas anders aus in ihrem hochinteressanten Artikel „Lektüre und Geschlecht“ in NZZ online vom 31.07.2010.


Das Ende lautet: …“Vereint leben, getrennt lesen.“ Dazwischen passiert noch eine ganze Menge. Es geht um Männer- und Frauenlektüre, um das „Sachbuch“ der Frau, um die geschlechtsspezifische Produktion von Büchern durch die Verlage. Ich empfehle die Lektüre des Artikels und / oder das Anhören meines Audios über Hannelore Schlaffers Artikel.

Schlaffer_neu

Die Autorin hat mir bereits mit ihrem Buch: Das Alter. Ein Traum von Jugend. 2003 sehr gut gefallen.

Zum Thema passt auch der Beitrag von Johanna: Frauen, die lesen, sind gefährlich
und im weiteren Sinne Cam’s Vorstellung ihrer Lieblingsschriftstellerin Jane Austen

und noch ein wichtiges p.s.
Unser blog „bücher“ wartet gespannt auf Beiträge von Männern, die gern ein gerade gelesenes oder ein Lieblings-Buch vorstellen möchten.

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3 Gedanken zu „Männer lesen Zeitung, Frauen Romane?

  1. Den Artikel habe ich nicht gelesen, aber Deine Zusammenfassung fand ich sehr gut. Sehr interessante Ergebnisse, die ich aus persönlicher Erfahrung nur bestätigen kann. Ich kenne viele Bücher lesende Männer, zwei davon passen ins historische Bücher lesen Schema und einer davon ins wertvolle Literatur lesen Schema. Ich habe meinem Vater mal überredet „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen zu lesen, er hat es zwar mit wenig Begeisterung zu Ende gelesen und meinte dann nur, das wäre wohl eher ein Frauenroman.

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  2. Nichts gegen die Zusammenfassung, der Originalartikel aber strotzt von – gewiss absichtlichen – unhaltbaren Vereinfachungen. Als ob Männer nicht Jane Austen läsen und der „Zauberberg“ ein Sachbuch für Leserinnen wäre, die nichts „über wissenschaftliche und philosophische Gegenstände“ wissen wollen. Dabei will ich nicht bestreiten, dass ich als Jugendlicher aufgehört habe, Johanna Spyri zu lesen, und „Heidi“ erst als Erwachsener gelesen habe und dass meine Frau nicht dazu zu bringen war, mehr als 60 Seiten Karl May zu lesen. Es gibt gewiss geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten; aber, was Hannelore Schlaffer behauptet, widerspricht fast durchweg meinen Erfahrungen. Auch wenn manches davon durchaus Tendenzen beschreibt, die auch ich beobachtet habe.

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