Säulen der Ewigkeit von Tanja Kinkel

Ann-Theres. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Nachempfindung der geschichtlichen Begebenheiten um die Ausgrabungen in Ägypten. Die Charaktere stark und lebensnah, die Entwicklung der Geschichte ungewöhnlich.

Sarah, eine Waise – als Gesellschafterin angestellt – träumt von fernen Ländern. Sie lernt eine Gruppe von Schaustellern kennen, die in England gastieren und verliebt sich in den „starken Mann“ der Truppe den Italiener Giovanni Belzoni. Belzoni hätte gerne Ingenieurwesen studiert, doch es gab für ihn keine Möglichkeit. Seine technische Vorstellungskraft läßt ihn aber immer gute technische Lösungen finden, wenn diese benötigt werden. Sarah und Giovanni reisen lange Jahre mit der Schaustellertruppe durch Europa. Derweil verwüstet Napoleon die umliegenden Länder. 1815 wird Giovanni in Malta von einem Kontaktmann gebeten nach Ägypten zu reisen und dort eine Wassermaschine zur Bewässerung der Felder zu konstruieren. Doch so einfach, wie es zunächst aussah, ist es dann doch nicht. Die Engländer und Franzosen sind hier immer noch Konkurrenten, auch um die historischen Schätze des Landes. Es ergeben sich viele Verwicklungen, die dazu führen, dass Belzoni sich an maßgeblichen Ausgrabungen beteiligt. Sarah ist zunächst immer an seiner Seite und solange ist auch alles in Ordnung. Aber Sarah beginnt die Sprache zu lernen und Kontakte mit den einheimischen Frauen zu pflegen, die sie sehr interessieren. Durch ein Augenleiden ist die gezwungen in die Stadt zurückzukehren und lebt dort eine Weile allein, nur mit einem ihrer Vertrauten. Dabei begegnet sie auch dem ehemaligen französischen Konsul wieder, der ihren Mann versucht trickreich auszuschalten, sich aber auch sehr für Sarah interessiert, die so anders ist. Es kommt zu freundschaftlichen Begegnungen, die das Verständnis füreinander fördern. Aber Sarah will es nicht zu mehr kommen lassen.

Sie fährt zurück, um wieder in der Nähe ihres Mannes zu sein, der inzwischen bei seinen Ausgrabungen Erfolge vorzuweisen hat. Aber sie darf nicht weiter mitreisen, so dass es zu einer weiteren Entfremdung kommt. Sarah ist sich klar, dass sie zu einer Entscheidung kommen muss und macht eine Wallfahrt ins Heilige Land, auch um dem Freund nicht mehr begegnen zu müssen. In orientalischer Verkleidung macht sie sich auf die lange Reise…
Nun, wie es ausgeht und welche Verwicklungen tatsächlich zu all diesen Begebenheiten führen, das müßt Ihr selber herausfinden. Die einzelnen Charaktere sind gut und stark beschrieben. Aber mir persönlich fehlte der besondere Kick, der es hätte zu einem wirklich spannenden Abenteuerroman hätte werden lassen. Es hat mich nicht so sehr gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr loslassen konnte…
Dies ist das zweite Buch von Tanja Kinkel, das ich gelesen habe. Der Puppenspieler – ein Roman zur Zeit der geschäftlichen Verwicklungen zwischen den Augsburger Fuggern und Venedig – hat mir allerdings besser gefallen. Aber das ist ja oft auch Geschmackssache..;-))
Mehr über die Autorin und ihre Bücher:
von Anntheres
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